Schmerzen in den Händen

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Schmerzen in den Händen – Foto-pixabay

Die Hände

Es gibt in unseren Händen sehr viele Körperteile welche die Ursache für Schmerzen in den Händen sein können.

Die Hände bilden den unteren Teil der Arme des menschlichen Körpers und haben jeweils fünf Finger. In der menschlichen Hand befinden sich 27 Knochen und 36 Gelenke, die durch Kapseln und Bänder miteinander verbunden sind.

Die Bewegungen der Hände werden zum Großteil von der Muskulatur der Unterarme über lange Sehnen weitergeleitet. Einige sehr schlanke Muskeln befinden sich direkt in den Händen. Ein Teil dieser Sehnen sind von Sehnenscheiden umgeben, sie schützen und reduzieren gleichzeitig die Reibung.

Die drei Bereiche der Hand

  1. Die Handwurzel (Carpus), bestehend aus 8 Handwurzelknochen, diese sind in zwei Reihen angeordnet und durch Bänder miteinander verbunden.

Proximale ( körpernahe) Reihe

  • Kahnbein
  • Mondbein
  • Dreieckbein
  • Erbsenbein

Distale ( körperferne) Reihe

  • Trapezbein
  • Trapezoidbein
  • Kopfbein
  • Hakenbein

2.  Die Mittelhand (Metacarpus) besteht aus 5 Mittelhandknochen welche über Gelenke unmittelbar an die distale Reihe der Handwurzelknochen angeschlossen sind.

3.  Die 5 Finger (Digiti manus) bestehend aus 14 Fingerknochen. Die Finger sind wie die Mittelhandknochen Röhrenknochen mit Basis, Schaft und Kopf. Unsere Finger bestehen aus drei Gliedern. Die Ausnahme bildet der Daumen, der nur über zwei Glieder verfügt.

In den Fingerspitzen befinden die höchste Dichte an sensiblen Nervenendigungen des menschlichen Körpers.

Schmerzen in den Händen

Wir alle hatten schon einmal ein kleineres Problem mit einem Finger, in derHand oder im Handgelenk, meistens verursacht durch Überanstrengung oder ungewollte Körperbewegungen. Häufig gibt es Finger-, Hand- oder Handgelenkprobleme durch Verletzungen oder degenerative Veränderungen.

Missempfindungen der Finger, Hände oder Handgelenke können unterschiedliche Qualitäten beinhalten. Dazu gehören Brennen, Jucken, Schmerzen, oder wir spüren, dass Teile der Hände sich müde, wund, steif, taub, heiß, kalt oder kribbelnd anfühlen. Möglicherweise sind sie nicht so gut wie sonst beweglich oder  geschwollen. Unsere Hände können eine andere Farbe annehmen, z.B. gerötet, blass oder bläulich. Eine Verformung (Deformierung) kann an Handgelenk, Mittelhand oder Fingern auftreten.

Die Medizin bietet heute ein breites Spektrum der Diagnose und Behandlung. Nachfolgend erhalten Sie Informationen zu den Krankheitsbildern der Hände.

Neben den konventionellen Behandlungsmöglichkeiten der Schulmedizin nutzen immer mehr Menschen alternative Behandlungsmethoden. In meiner Praxis haben Sie die Möglichkeit sich einer osteopathischen Behandlung zu unterziehen. Ich bin als Ärztin mit chirurgischem Hintergrund sehr gut mit allen Beschwerden und Krankheitsbildern der Hände vertraut und behandle seit vielen Jahren erfolgreich.

Die Osteopathie ist eine ganzheitliche Therapie, die Dysfunktionen des Körpers u.a. auch des Bewegungsapparates behandelt.

Verschleiß der Gelenke (Arthrose) an den Händen

Arthrose ist eine Art der Gelenkerkrankung, die durch degenerativen Verlust von Gelenkknorpel und darunterliegendem Knochen entsteht. Die häufigsten Symptome sind Gelenkschmerzen und Steifigkeit. Andere Symptome sind Gelenkschwellungen, verminderte Beweglichkeit und Missempfindungen. Auch bei Arthrose in den Zwischenwirbelgelenken der Wirbelsäule können Schwäche und/oder Taubheitsgefühl in Armen/Händen und Beinen/Füßen auftreten. Die am häufigsten von arthrotischen Veränderungen an der Hand betroffenen Gelenke sind die, in der Nähe der Fingerspitzen und an der Basis vom Daumen.

Hals, unterer Rücken, Schulter, Knie und Hüfte sind ebenfalls häufig betroffen und werden an anderer Stelle erörtert. Häufig gibt es Asymmetrien in Körperhaltung und Belastung, sodass sich Gelenke auf einer Seite des Körpers frühzeitig degenerativ verändern. In der Regel verstärken sich die Symptome über Jahre langsam und beeinträchtigen zunehmend Arbeit und tägliche Aktivitäten.

Ursachen von Arthrose sind u.a. frühere Gelenkverletzungen, Gelenkfehlstellungen, Überlastung, Stoffwechselerkrankungen und Erbfaktoren.

Übergewicht erhöht das Risiko von degenerativen Gelenkveränderungen

durch höhere mechanische Belastung des Gelenkes.

Generell führt eine Minderversorgung des Knorpels bzgl. Stoffwechsel und Durchblutung dazu, dass Knorpel zugrunde geht und der darunterliegende Knochen ohne Schutz belastet wird. Dadurch entsteht ein reaktiver Entzündungsprozess der Gelenkschleimhaut, häufig mit Ergussbildung /Schwellung.

Durch die Schmerzen werden Bewegungen stark erschwert und die angrenzende Muskulatur verkümmert durch fehlende Beanspruchung. In Folge dessen kommt es zu einem Teufelskreis, da die fehlende Muskulatur das betroffene Gelenk nicht mehr ausreichend stabilisieren kann und Fehlbelastung zunimmt.

Die Diagnose basiert in der Regel auf Anamnese und Symptomen, wobei medizinische Bildgebung und andere Tests entweder zur Unterstützung oder zum Ausschluss anderer Ursachen eingesetzt werden. Im Gegensatz zur rheumatoiden Arthritis, die in erster Linie eine entzündliche Erkrankung ist, fehlen bei Arthrose die klassischen Entzündungszeichen, wie Rötung und Überwärmung.

Das Karpaltunnelsyndrom CTS

Das Karpaltunnelsyndrom ist eine Erkrankung, die auf die Kompression des Nervus medianus zurückzuführen ist. Dieser wird auf seiner Passage durch einen Engpass am Handgelenk (dem Karpaltunnel) durch Druck belastet. Die Hauptsymptome sind Schmerzen, Taubheitsgefühl und Kribbeln in Daumen, Zeigefinger, Mittelfinger und der Daumenseite des Ringfingers. Die Symptome beginnen in der Regel allmählich und haben ihre Spitzen oft während der Nacht. Die Schmerzen können bis in den Arm ausstrahlen. Nach längerer Zeit können die Muskeln an der Daumenbasis verkümmern und die Greifkraft stark reduzieren. In mehr als der Hälfte der Fälle sind beide Seiten betroffen.

Zu den Risikofaktoren gehören Fettleibigkeit, starke Belastung der Handgelenke, Schwangerschaft und rheumatoide Arthritis. Es gibt Hinweise auf einen Zusammenhang mit Stoffwechselerkrankungen wie Hypothyreose und Diabetes mellitus. Tätigkeiten mit einförmiger Belastung sind z.B. Arbeiten mit vibrierenden Werkzeugen (u.a. Presslufthammer), Computermaus und Arbeiten mit starker Kraftanstrengung in den Handgelenken (schweres Tragen und Heben) begünstigen das Auftreten und können so Schmerzen in den Händen verursachen.

Die Diagnose wird aufgrund von Symptomen und spezifischen neurologischen Tests erstellt.

Ein Ganglion (Überbein)

Ein Ganglion ist eine flüssigkeitsgefüllte Aussackung einer Gelenkkapsel oder Sehnenscheide. Es bildet sich am häufigsten an der Rückseite des Handgelenks aus, kann aber auch an Knie und Fuß auftreten. Die Ausbildung entsteht oft über Monate hinweg durch vermehrte Flüssigkeitsproduktion in Gelenk und/oder Sehnenscheide. Durch zunehmenden Druck stülpt sich ein Anteil dieser Strukturen aus. In der Regel sind Ganglien schmerzfrei und stören lediglich durch ihre Lokalisation. Gelegentlich können auch Schmerzen oder Taubheitsgefühl durch Druck auf Nerven entstehen, z. B. auch das Karpaltunnelsyndrom.

Eine Ursache kann Bindegewebsschwäche und/oder Überlastung sein.

Solange keine Beschwerden auftreten können Ganglien unbehandelt belassen werden

Zu den Behandlungsmöglichkeiten gehören Ruhigstellung des betroffenen Gelenks, Punktion der Flüssigkeit oder Operation. In der Hälfte der Fälle bilden sich Ganglien nach einiger Zeit spontan zurück. Am häufigsten tritt ein Ganglion bei Frauen zwischen dem 20. und 30. Lebensjahr auf.

Osteopathisch wird generell darauf geschaut, welche Entlastungsmöglichkeiten sich über lange fasziale Züge bzw. Spannungsfelder ergeben.

Schnellender Finger

Der betroffene Finger bleibt bei einer Streck-/ oder Beugebewegung hängen, da die Beugesehne in der Passage unter dem Ringband durch Einengung behindert wird und „schnalzt“ dann weiter. Es können Schmerzen in der Handfläche oder an den Gelenken auftreten.

Am häufigsten sind Zeigefinger und Daumen betroffen.

Die Erstbehandlung erfolgt in der Regel mit Ruhe, Schienung des Fingers, entzündungshemmenden Medikamenten oder Steroidinjektionen. Wenn dies nicht effektiv ist, kann eine Operation mit Spaltung des Ringbandes durchgeführt werden. Der schnellende Finger tritt bei Frauen häufiger als bei Männern auf. Auch dadurch werden sehr oft Schmerzen in den Händen hervorgerufen.

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Morbus Dupuytren

Die Dupuytren’sche Kontraktur ist eine Erkrankung, bei der durch Verkürzungen der Sehnenstrukturen in der Hohlhand, die Fähigkeit die Finger zu strecken verloren geht. Es beginnt meist als kleines hartes Knötchen direkt unter der Haut der Handfläche. Es verschlechtert sich dann mit der Zeit, bis die Finger nicht mehr gestreckt werden können. Der Beginn ist normalerweise nicht schmerzhaft, später können Schmerzen oder auch verstärkter Juckreiz auftreten. Am häufigsten ist der Ringfinger betroffen, gefolgt vom kleinen und mittleren Finger. Die zunehmende schwielenartige Verkürzung in der Handfläche schränkt die Beweglichkeit und Funktion der Hände stark ein. Das Spätbild ohne Operation ähnelt einer Klauenhand.

In der Entstehung spielen Vererbung, Alkoholismus, Rauchen und Stoffwechselerkrankungen eine Rolle.

Dupuytren tritt in höherem Lebensalter (>50 Jahre) auf, Männer erkranken häufiger.

Nach Diagnosestellung kann zu Krankheitsbeginn mit konservativen Behandlungsansätzen das Fortschreiten u.U. verhindert werden.

Hier kommt auch der osteopathische Ansatz zum Tragen. Osteopathie bietet eine sehr gute alternative Behandlungsmethode bei Schmerzen in den Händen.

Sind Beugekontrakturen nicht mehr zu vermeiden, sollte die Therapie zeitnah in eine spezialisierte Handchirurgie verlagert werden. Es

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